lemniscus®
#warum ein zweiter browser?
#meistens braucht man ihn nicht. bis man ihn braucht.
Ein zweiter Browser gehört zu den Dingen, die man meistens nicht braucht. Bis man sie braucht. Und dann ist man ziemlich froh, wenn sie schon da sind.
Browser sind die Programme, mit denen ihr Webseiten öffnet und lemniscus verwendet – zum Beispiel Safari, Chrome oder Firefox.
Diese Programme entwickeln sich schnell. Sie müssen Sicherheitslücken schließen, neue Webstandards unterstützen und mit Änderungen am Betriebssystem wie macOS, Windows, iPadOS oder Linux zurechtkommen. Gleichzeitig kämpfen die Hersteller um Marktanteile: mit neuen Funktionen, besserer Darstellung und inzwischen natürlich auch mit der nächsten KI-Idee.
Dabei kann es passieren, dass nach einem Update etwas nicht mehr so funktioniert wie vorher. Eine bestimmte Seite, eine Druckfunktion, ein Eingabefeld. Manchmal betrifft das nur eine bestimmte Kombination aus Browser und Betriebssystem. Und manchmal nur einen Teil der Menschen, die diese Kombination verwenden.
Bei irgendeiner Webseite kann man vielleicht sagen: „Dann probiere ich es morgen noch einmal.“ Oder übermorgen. Vielleicht. Bei lemniscus ist das schwieriger. Wenn ihr gerade Termine verwaltet, dokumentiert oder Rechnungen schreibt, ist ein technisch bedingter Ausfall mitten im Praxisalltag eine kleine Katastrophe.
#fehler eingrenzen und weiterarbeiten
Genau dann ist ein zweiter Browser unfassbar praktisch. Ihr öffnet dieselbe Seite in einem anderen Browser und schaut, ob es dort funktioniert. Das liefert uns einen wichtigen Hinweis für die Fehlersuche. Und im besten Fall könnt ihr direkt weiterarbeiten.
Fehler eingrenzen
Funktioniert es im anderen Browser, können wir gezielter nach der Ursache suchen. Funktioniert es ebenfalls nicht, müssen wir weiter prüfen – etwa das Gerät, die Internetverbindung oder lemniscus selbst.
Weiterarbeiten ermöglichen
Wenn es zwischen eurem Lieblingsbrowser und lemniscus gerade klemmt, habt ihr eine Ausweichmöglichkeit. So lässt sich ein Problem möglicherweise untersuchen, während euer Praxisalltag weitergeht.
Der Vergleich beweist allerdings noch nicht, wo der Fehler steckt. Auch Einstellungen, gespeicherte Browserdaten oder zusätzliche Programme wie ein Passwortmanager können eine Rolle spielen. Aber er hilft, das Problem einzugrenzen.
#ein hilfreicher versuch, aber kein zaubertrick
Auch Passwortmanager können dazwischenfunken
Das sind Programme oder Browserfunktionen, die eure Zugangsdaten speichern und beim Anmelden automatisch eintragen. Wenn dieses Zusammenspiel klemmt, werden Felder beispielsweise nicht ausgefüllt oder alte Zugangsdaten eingetragen. Dann sieht es schnell so aus, als wäre die Anmeldung bei lemniscus kaputt – obwohl die Ursache woanders liegt.
Ein Passwortmanager, der in beiden Browsern verwendet wird, kann denselben Fehler mitbringen. Der Browserwechsel ist deshalb keine Garantie, dass die Anmeldung anschließend funktioniert.
Verschiedene Browser können dieselbe Grundlage haben
Gerade auf iPhone und iPad können verschiedene Browser dieselbe technische Grundlage verwenden. Firefox nutzt dort beispielsweise Apples WebKit – den Bestandteil, der Webseiten darstellt. Ein Fehler darin kann deshalb mehrere Browser gleichzeitig betreffen. Das beschreibt Mozilla in der Dokumentation zu Firefox für iOS.
Auch dort kann sich der Versuch mit einem anderen Browser lohnen. Nur sollte man aus einem anderen Namen oder Symbol nicht schließen, dass darunter alles anders funktioniert.
#wir testen früh. überraschungen gibt es trotzdem.
Mit größeren Apple-Updates erleben wir immer wieder kleinere und größere Überraschungen. Nicht bei allen, nicht auf jedem Gerät und nicht immer zuverlässig nachstellbar. Deshalb laufen bei uns meistens schon die aktuellen Vorabversionen von macOS, iPadOS und iOS auf mindestens einem Testgerät. Das sind Versionen, die Apple vor der allgemeinen Veröffentlichung zum Testen bereitstellt.
Damit wollen wir Probleme möglichst früh entdecken.
Die Erfahrung mit iOS 8 haben wir jedenfalls nicht vergessen: Damals funktionierte das Drucken von PDFs aus dem Browser auf dem iPad plötzlich nicht mehr.
Auch solche Tests können allerdings nicht jede Kombination und jede spätere Änderung abdecken. Ein vorbereiteter zweiter Browser bleibt deshalb eine sinnvolle Ausweichmöglichkeit.
#installieren allein reicht nicht
Natürlich bedeuten mehrere Browser auch: mehrere Browser aktuell halten. Den Ersatzbrowser einmal zu installieren und dann zwei Jahre zu vergessen, wäre keine gute Vorbereitung.
Updates brauchen auch einen Neustart
Glücklicherweise ist das bei Chrome und Firefox unter Windows und macOS weitgehend automatisiert. Updates werden normalerweise automatisch heruntergeladen; zum Abschluss braucht es einen Neustart des Browsers. Das bedeutet: den Browser vollständig beenden und wieder öffnen. Nur den Tab mit lemniscus zu schließen, reicht nicht.
Unter Linux können Updates über die Paketverwaltung laufen. Bei Geräten, die eure IT zentral betreut, können andere Einstellungen gelten. Die Einzelheiten erklären die Chrome-Hilfe und die Firefox-Hilfe.
Öffnet euren Ersatzbrowser gelegentlich, lasst ihn aktualisieren und prüft, ob ihr euch bei lemniscus anmelden könnt. Dazu gehört auch, dass ihr dort Zugriff auf eure Zugangsdaten habt.
Eine kleine Vorbereitung für den laufenden Betrieb
Eure IT-Verantwortlichen möchten möglicherweise möglichst wenige Programme auf dem Rechner haben. Das ist nachvollziehbar: Jedes zusätzliche Programm muss betreut werden. Ein gepflegter zweiter Browser hat allerdings einen sehr konkreten Nutzen für den laufenden Betrieb.
Ihr müsst ihn dafür weder täglich noch für alles benutzen. Er soll bereitstehen, wenn ihr ihn braucht. Das gehört zur Business Continuity: den Betrieb auch dann am Laufen halten, wenn die Technik an einer Stelle vorübergehend Probleme macht.
#langfristig unterstützt heißt nicht technisch auf dem neuesten stand
Und dann gibt es noch die sogenannten LTS-Versionen. LTS steht für „Long-Term Support“, also langfristige Unterstützung. Bei Firefox heißt das entsprechende Angebot ESR – Extended Support Release. Solche Versionen bekommen über einen längeren Zeitraum Sicherheitsupdates und ausgewählte Fehlerkorrekturen. Neue Funktionen kommen dagegen deutlich später hinzu als bei den regulären Versionen. Mozilla erläutert das in der Beschreibung von Firefox ESR.
Für größere Organisationen kann das sinnvoll sein. Wenn viele Arbeitsplätze und interne Anwendungen zusammenpassen müssen, möchte man größere Änderungen planen und vorher ausgiebig testen.
Für die Weiterentwicklung von Webanwendungen wie lemniscus ist das allerdings eine zusätzliche Hürde. Dabei geht es nicht nur um sichtbare Extras wie einen neuen KI-Assistenten. Browser bekommen auch neue technische Fähigkeiten, auf die Webanwendungen aufbauen können. Solange eine Anwendung ältere Browserstände unterstützen soll, muss die Entwicklung auf manche dieser Möglichkeiten verzichten oder zusätzliche Umwege einbauen.
Sicherheitsupdates zu bekommen bedeutet also nicht automatisch, technisch auf dem neuesten Stand zu sein. Eine Langzeitversion ist deshalb auch nicht automatisch der bessere Ersatzbrowser. Entscheidend ist, dass der Browser aktuell gehalten wird und zur verwendeten Anwendung passt.
Bereit, wenn ihr ihn braucht
Wenn der Lieblingsbrowser plötzlich streikt, ist es gut, die Ausweichmöglichkeit schon eingerichtet zu haben. Mit aktuellen Updates, funktionierender Anmeldung und allem, was ihr zum Weiterarbeiten braucht.