Wir wissen nicht, ob wir die beste Praxissoftware sind. Aber wir arbeiten intensiv daran, die beste Praxissoftware für dich zu werden.
Wenn es die eine beste Praxissoftware für alle gäbe, wäre der Markt vermutlich deutlich übersichtlicher. Stattdessen gibt es viele unterschiedliche Angebote – weil Praxen unterschiedlich arbeiten und Softwarelösungen verschiedene Schwerpunkte setzen.
Jede Software tickt ein bisschen anders, und das ist gut so. Was für eine Einzelpraxis genau richtig ist, kann für ein größeres Team zu wenig sein – oder unnötig umfangreich. Entscheidend ist deshalb nicht, ob eine Software allgemein „die beste“ ist, sondern ob sie zur eigenen Praxis und Arbeitsweise passt.
Alle Funktionen aller Programme vollständig und sinnvoll miteinander zu vergleichen, ist kaum praktikabel. Eine lange Funktionsliste sagt außerdem noch wenig darüber aus, wie gut ein konkreter Ablauf im Alltag funktioniert. Deutlich ökonomischer ist es, möglichst früh die eigenen KO-Kriterien zu prüfen. Fehlt eine unverzichtbare Voraussetzung, muss der restliche Vergleich nicht bis ins letzte Detail geführt werden.
Häufig konzentrieren sich Vergleiche fast ausschließlich auf Funktionen. Mindestens ebenso wichtig ist das Unternehmen hinter der Software: Wie verlässlich sind Betrieb und Support? Wie wird die Software weiterentwickelt? Und wie transparent sind Kosten, Vertragsbedingungen, Datenschutz und der Zugriff auf die eigenen Daten?
Deshalb küren wir hier keinen Testsieger. Wir ordnen stattdessen die wichtigsten Themen und beantworten sie anschließend aus Sicht von lemniscus – einschließlich Voraussetzungen und Grenzen.
Wir wollen hier authentisch und ehrlich auf die wichtigsten Fragen eingehen. Wir haben nichts davon, wenn du dich für lemniscus entscheidest und später feststellst, dass die Software nicht zu dir und deiner Praxis passt. Deshalb benennen wir neben den Möglichkeiten auch Voraussetzungen und Grenzen.
Was wäre, wenn wir erst einmal die Fragen sammeln, die bei der Auswahl einer Praxissoftware wichtig sein könnten? Ohne Rangfolge, ohne Gewichtung und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die folgende Übersicht ist unser Versuch, die Themen zu ordnen, die bei einer Entscheidung eine Rolle spielen können. Und statt sie einfach nur aufzulisten, erklären wir auch, warum die dazugehörigen Fragen aus unserer Sicht wichtig sein können.
Thema 1
Eine Praxissoftware begleitet viele Praxen über Jahre oder sogar Jahrzehnte. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf die Funktionen der Software zu schauen, sondern auch auf das Unternehmen dahinter.
Die Anzahl der Kundys, die Größe des Unternehmens, die personelle Ausstattung und die wirtschaftliche Entwicklung können Hinweise darauf geben, ob die Software langfristig weiterentwickelt und zuverlässig betreut werden kann.
Anders als bei vielen anderen Produkten endet die Beziehung zu einem Praxissoftware-Anbiety nicht mit dem Kauf. Updates, Support, gesetzliche Anpassungen, Sicherheitsupdates und die sichere Aufbewahrung von Daten setzen voraus, dass das Unternehmen langfristig handlungsfähig bleibt.
Eine lange Marktpräsenz ist keine Garantie für Qualität. Sie kann jedoch darauf hindeuten, dass sich ein Produkt über einen längeren Zeitraum bewährt hat und bereits von vielen Praxen im Alltag eingesetzt wird.
Support, Fehlerbehebung und Weiterentwicklung benötigen personelle Ressourcen. Die Größe eines Unternehmens sagt zwar nicht alles über die Qualität einer Software aus, kann aber helfen einzuschätzen, wie viele Menschen an Betrieb, Weiterentwicklung und Kundenbetreuung beteiligt sind.
Bei Software ist nicht nur das Produkt selbst wichtig, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens dahinter. Praxissoftware wird häufig über viele Jahre genutzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens kann daher Hinweise darauf geben, ob ausreichend Ressourcen für Support, Weiterentwicklung und den langfristigen Betrieb der Software vorhanden sind.
Jahresabschlüsse erlauben keine sichere Vorhersage der Zukunft. Sie können jedoch helfen einzuschätzen, ob das Geschäftsmodell des Unternehmens bislang tragfähig war.
Praxissoftware verarbeitet sensible Daten und übernimmt zentrale Aufgaben der Praxisorganisation. Viele Unternehmen dokumentieren deshalb ihre Prozesse oder lassen diese durch unabhängige Stellen prüfen.
Wir wollen ganz ehrlich sein: Das war und ist keine einfache Reise. Der Markt für Praxissoftware ist preissensitiv. Lange Zeit wurde er auch dadurch geprägt, dass ein großer Anbiety seine Software sehr günstig anbieten konnte, weil ein wesentlicher Teil der Einnahmen über eine angeschlossene Abrechnungsstelle entstand. Wir mussten deshalb von Anfang an lernen, sehr ökonomisch zu arbeiten.
Das ist uns gelungen. Gemessen an unserer Branche ist lemniscus heute ein vergleichsweise großes Team. Damit verteilen wir Entwicklung, Betrieb, Support, Datenschutz und Informationssicherheit auf mehrere Schultern. Wer hinter lemniscus steht und wie wir arbeiten, zeigen wir offen auf unserer Teamseite.
Als GmbH müssen wir unsere Jahresabschlüsse veröffentlichen. North Data bereitet öffentlich zugängliche Informationen aus Registern und veröffentlichte Unternehmenszahlen übersichtlich auf. Ein Blick dorthin ist aussagekräftiger als unsere bloße Behauptung, wirtschaftlich gut aufgestellt zu sein. Natürlich sind auch veröffentlichte Zahlen keine Garantie für die Zukunft – sie machen die bisherige Entwicklung aber nachvollziehbar.
Gerade der Wechsel in die Cloud verändert etablierte Kostenstrukturen. Zum Betrieb gehören nicht nur Server, sondern unter anderem Überwachung, Ausfallsicherheit, Sicherheitsmaßnahmen, regelmäßige Prüfungen und laufende Weiterentwicklung. Solche Aufgaben müssen dauerhaft finanziert und personell getragen werden.
Für lemniscus können wir eigene Nachweise vorlegen: unter anderem eine Bescheinigung zur DSGVO-Konformität, ein IDW-PS-880-Softwaretestat, eine zertifizierte GoBD-Export-Schnittstelle und ein BSI-C5-Typ-1-Testat für unseren Cloud-Service. Begriffe wie „DSGVO-konform“ lassen sich leicht auf eine Website schreiben. Aussagekräftiger sind aus unserer Sicht unabhängige Prüfungen und einsehbare Nachweise.
Dabei ist eine wichtige Unterscheidung nötig: Zertifizierungen eines Rechenzentrums sind relevant, sagen für sich allein aber wenig darüber aus, wie eine Anwendung entwickelt, konfiguriert und betrieben wird. Bei professionellen Rechenzentren sind solche Nachweise eher eine Grundvoraussetzung als ein Alleinstellungsmerkmal. Deshalb verweisen wir nicht nur auf die Nachweise unserer Infrastruktur, sondern lassen auch lemniscus und unsere eigenen Betriebsprozesse prüfen.
Und auch das gehört zur ehrlichen Antwort: Eine geprüfte Software nimmt einer Praxis nicht alle Pflichten ab. Datenschutz, Informationssicherheit und ordnungsgemäße Nutzung bleiben eine gemeinsame Aufgabe. Es gibt Mitwirkungspflichten, die jede Praxis kennen und erfüllen muss – unabhängig davon, für welchen Anbiety sie sich entscheidet.
Thema 2
Die Terminverwaltung gehört zu den zentralen Aufgaben einer Praxissoftware. Sie beeinflusst nicht nur den organisatorischen Aufwand in der Praxis, sondern auch die Erreichbarkeit für Patientys und die Auslastung der verfügbaren Termine.
Während manche Praxen Termine ausschließlich telefonisch vergeben, möchten andere ihren Patientys die Möglichkeit bieten, Termine selbst online zu buchen. Die Anforderungen können je nach Praxisgröße, Arbeitsweise und Behandlungsangebot sehr unterschiedlich sein.
Deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen, welche Funktionen zur Terminplanung und Online-Terminbuchung tatsächlich vorhanden sind und wie flexibel sie sich an die eigenen Abläufe anpassen lassen.
Der Kalender ist für viele Praxen das zentrale Arbeitswerkzeug. Eine gute Terminverwaltung sollte nicht nur Termine anzeigen, sondern typische Praxisabläufe unterstützen und organisatorischen Aufwand reduzieren.
Viele Patientys erwarten heute die Möglichkeit, Termine unabhängig von Telefonzeiten online buchen zu können. Gleichzeitig sollte die Praxis die Kontrolle darüber behalten, welche Termine angeboten werden und wie Buchungen verarbeitet werden.
Eine Online-Terminbuchung sollte nicht nur technisch funktionieren, sondern auch rechtliche und organisatorische Anforderungen unterstützen. Je nach Praxisform, Behandlungsangebot und Patientengruppe können dabei unterschiedliche Anforderungen entstehen.
Terminabsagen und nicht wahrgenommene Termine verursachen organisatorischen Aufwand und wirtschaftliche Einbußen. Automatisierte Erinnerungen können helfen, Ausfälle zu reduzieren.
Gleichzeitig weisen die Datenschutzaufsichtsbehörden darauf hin, dass Terminerinnerungen grundsätzlich einer Einwilligung der betroffenen Person bedürfen. Eine Praxissoftware sollte daher nicht nur Erinnerungen versenden können, sondern auch die hierfür erforderlichen Einwilligungen verwalten und berücksichtigen.
Eine Terminverwaltung sollte nicht isoliert arbeiten. Je besser sie mit den übrigen Funktionen der Praxissoftware zusammenarbeitet, desto weniger Verwaltungsaufwand entsteht.
Hier wird es für uns spannend: Terminplanung und Online-Terminvergabe sind ein Steckenpferd von lemniscus. Unsere hauseigene Online-Terminvergabe my/OT ist optional, aber in jedem Abo ohne Aufpreis enthalten. Sie wurde als Teil einer Praxisverwaltung entwickelt und berücksichtigt deshalb Abläufe und Anforderungen, die in medizinischen und therapeutischen Praxen eine besondere Rolle spielen.
Viele Praxen weichen für die Online-Buchung auf kostenlose oder preiswerte Einzellösungen aus. Dabei sollte sehr genau geprüft werden, welche Daten ein zusätzlicher Dienst erhält und wo er sie verarbeitet. Eine Speicherung außerhalb der EU ist nach der DSGVO nicht pauschal verboten, bei sensiblen Gesundheitsdaten gelten für Drittlandtransfers jedoch zusätzliche Anforderungen. Schon Terminart, Behandlungsgrund und eine Folge von Buchungen können Rückschlüsse auf einen Behandlungsverlauf zulassen. Deshalb ist auch bei der Terminvergabe Datenminimierung wichtig.
Bei lemniscus ist die Online-Terminvergabe ein integraler Bestandteil der Praxisverwaltung. Online gebuchte Termine landen direkt im selben Kalender, mit dem die Praxis ohnehin arbeitet. Daten müssen nicht zwischen verschiedenen Werkzeugen kopiert und getrennte Kalender nicht miteinander synchronisiert werden. Damit entfällt auch eine typische Ursache für widersprüchliche Kalenderstände und Doppelbelegungen.
Trotzdem bleibt die Online-Terminvergabe optional. Sie ist wie eine Tür, durch die du heute noch nicht gehen musst. Wenn du sie später öffnen möchtest – häufig, weil Patientys diese Möglichkeit zunehmend erwarten –, musst du keinen neuen Dienst auswählen, zusätzlich bezahlen oder anlernen. Kalender, Patientydaten und Praxisabläufe bleiben im selben System.
Solange du keine öffentliche Online-Terminvergabe anbieten möchtest, kannst du den Online-Terminzettel nutzen. Du trägst passende Terminvorschläge direkt im Kalender ein und verschickst anschließend einen Link. Das Patienty kann daraus einen Termin auswählen, ohne dass du freie Zeiten allgemein zur Buchung veröffentlichen musst. Das ist ein kleiner, aber sehr professioneller Zwischenschritt zwischen telefonischer Abstimmung und vollständiger Online-Terminvergabe.
Thema 3
Die Patientenakte bildet das Herzstück vieler Praxen. Hier werden Behandlungsverläufe dokumentiert, Informationen gesammelt, Formulare verwaltet und wichtige Entscheidungen nachvollziehbar festgehalten.
Die Anforderungen unterscheiden sich jedoch erheblich. Manche Praxen arbeiten überwiegend mit Freitexten, andere mit strukturierten Formularen oder umfangreichen Anamnesebögen. Eine Praxissoftware sollte die eigene Arbeitsweise unterstützen, statt sie vorzugeben.
Deshalb lohnt es sich, genauer zu prüfen, wie flexibel die Aktenführung gestaltet werden kann und wie gut die Software dabei hilft, Informationen langfristig übersichtlich und nachvollziehbar zu verwalten.
Informationen sollten schnell auffindbar sein. Je besser eine Akte strukturiert werden kann, desto weniger Zeit wird später für das Suchen von Informationen benötigt.
Jede Praxis dokumentiert anders. Die Software sollte die individuelle Arbeitsweise unterstützen und ausreichend Flexibilität für unterschiedliche Behandlungsformen bieten.
Anamnesen, Einwilligungen und andere Formulare gehören zum Alltag vieler Praxen. Digitale Prozesse können helfen, Informationen frühzeitig zu erfassen und Verwaltungsaufwand zu reduzieren.
Bei späteren Rückfragen sollte nachvollziehbar bleiben, wann Informationen erfasst oder geändert wurden. Gleichzeitig dürfen versehentliche Änderungen oder Löschungen nicht zum Verlust wichtiger Informationen führen.
Briefe, Befunde, Bescheinigungen und andere Dokumente gehören häufig zur täglichen Arbeit einer Praxis. Die Erstellung und Ablage solcher Dokumente sollte möglichst wenig zusätzlichen Aufwand verursachen.
Patientendaten sollten nicht unnötig an eine einzelne Software gebunden sein. Für Auskünfte, Archivierung oder einen späteren Wechsel kann es wichtig sein, Daten weiterverwenden zu können.
Moderne Praxissoftware kann bei der Dokumentation unterstützen und dadurch Zeit sparen. Gleichzeitig sollte nachvollziehbar bleiben, welche Informationen automatisch erzeugt wurden und welche von Behandlerys stammen.
Bei der Dokumentation ist lemniscus bewusst eher einfach aufgebaut. Im hektischen Praxisalltag geht es häufig zuerst darum, schnell und zuverlässig textlich festzuhalten, was passiert ist. Genau darauf liegt unser Schwerpunkt.
Dokumentationen und Notizen können manuell oder automatisiert festgeschrieben werden. So lässt sich verhindern, dass abgeschlossene Einträge später unbemerkt verändert werden. Das unterstützt Praxen dabei, ihre Dokumentation dauerhaft nachvollziehbar zu führen – die konkrete Ausgestaltung des Verfahrens bleibt allerdings Aufgabe der Praxis.
Für visuelle Dokumentationen gibt es außerdem Body-Shapes. Darin lassen sich zum Beispiel Schmerzpunkte oder andere Beobachtungen direkt an einer Körperdarstellung markieren und zusammen mit der übrigen Dokumentation ablegen.
Die digitale Akte ist bei lemniscus so aufgebaut, dass wichtige Informationen schnell erreichbar sind. Besonders viel Sorgfalt haben wir in die Verknüpfung von Akten gesteckt. Damit lassen sich zum Beispiel Mutter-, Vater- und Kind-Konstellationen abbilden. Im Detail kann festgelegt werden, wer zu einem Termin benachrichtigt wird, wer Termine planen darf und wer Rechnungen herunterladen kann.
Bei digitalen Formularen sind wir dagegen noch nicht dort, wo wir hinwollen. Online-Anamnesebögen stehen auf unserer To-do-Liste, sind derzeit aber nicht Bestandteil von lemniscus. Über die Anbindung an Xodo Sign können vorbereitete Dokumente an Patientys geschickt und elektronisch unterschrieben werden. Das ist für Einwilligungen und Unterschriften praktisch, ersetzt aber kein interaktives Online-Anamneseformular.
Thema 4
Die Abrechnung gehört zu den zentralen Verwaltungsaufgaben einer Praxis. Grundsätzlich ähnelt sie zwar den Abläufen anderer Unternehmen, medizinische Einrichtungen stehen jedoch vor einigen besonderen Herausforderungen.
Anders als in vielen anderen Branchen werden häufig zahlreiche individuelle Rechnungen über vergleichsweise kleine Beträge erstellt. Oft entsteht für nahezu jeden Termin eine eigene Rechnung. Gleichzeitig müssen erbrachte Leistungen, Behandlungsdokumentation und Rechnungsstellung zueinander passen und nachvollziehbar bleiben.
Hinzu kommt, dass Rechnungen in medizinischen Einrichtungen regelmäßig sensible Informationen enthalten können, beispielsweise Diagnosen oder Angaben zu Behandlungen. Dadurch ergeben sich besondere Anforderungen an die Bereitstellung und den Versand dieser Dokumente.
Eine Praxissoftware sollte deshalb nicht nur die Erstellung von Rechnungen unterstützen, sondern den gesamten Zusammenhang zwischen Terminverwaltung, Behandlungsdokumentation, Leistungserfassung, Rechnungsstellung, Zahlungseingang und Archivierung nachvollziehbar abbilden.
Leistungen sollten möglichst einfach erfasst und ohne doppelte Eingaben in die Abrechnung übernommen werden können. Gleichzeitig sollte die Software ausreichend flexibel sein, um unterschiedliche Arbeitsweisen und Abrechnungsmodelle zu unterstützen.
Offene Rechnungen und Zahlungseingänge sollten jederzeit nachvollziehbar sein. Eine gute Übersicht kann helfen, Zahlungsausfälle frühzeitig zu erkennen und Verwaltungsaufwand zu reduzieren.
Rechnungen enthalten häufig personenbezogene und teilweise besonders sensible Informationen. Die Art der Bereitstellung und des Versands sollte deshalb sowohl praktikabel als auch datenschutzgerecht sein.
Viele Praxen arbeiten mit einer Steuerberatung zusammen. Der Austausch von Informationen sollte möglichst einfach und fehlerarm erfolgen. Gleichzeitig sollten steuerlich relevante Unterlagen langfristig verfügbar bleiben.
Gesetzliche Vorgaben und technische Standards ändern sich regelmäßig. Eine Praxissoftware sollte dabei helfen, aktuelle Anforderungen möglichst einfach umzusetzen.
Dabei ist zu beachten, dass die Verantwortung für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben grundsätzlich bei der Praxis verbleibt. Die Software kann jedoch unterstützen, diese Anforderungen praktisch umzusetzen.
Patientys erwarten zunehmend unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig sollte die Praxis Zahlungseingänge möglichst einfach erfassen und zuordnen können.
Je besser Zahlungsdienste in die Praxissoftware integriert sind, desto weniger manueller Aufwand entsteht bei der Verbuchung und Kontrolle von Zahlungseingängen.
Darüber hinaus können sich je nach Zahlungsart unterschiedliche gesetzliche Anforderungen ergeben, beispielsweise bei der Annahme von Barzahlungen.
Viele Praxisinhabys möchten nicht nur Rechnungen schreiben, sondern auch verstehen, wie sich ihre Praxis wirtschaftlich entwickelt.
Bei Finanzen und Buchhaltung wird gerne das Blaue vom Himmel versprochen. Wir versuchen, genauer zu bleiben: lemniscus bietet umfangreiche Finanzfunktionen und unabhängige Nachweise – ist aber kein spezialisiertes Finanzbuchhaltungsprogramm und ersetzt keine Steuerberatung.
Für lemniscus liegen ein IDW-PS-880-Softwaretestat und eine zertifizierte GoBD-Export-Schnittstelle vor. Uns ist derzeit keine andere Praxissoftware in unserem Marktsegment bekannt, die vergleichbare eigene Nachweise veröffentlicht. Das ist keine Garantie dafür, dass lemniscus zu jedem Buchhaltungsprozess passt, aber deutlich belastbarer als eine bloße Werbeaussage zur GoBD-Konformität.
Auch Bargeldzahlungen können mit lemniscus erfasst und bei Bedarf über eine angebundene Cloud-TSE abgesichert werden. Ob eine Praxis eine TSE benötigt und welche organisatorischen Pflichten zusätzlich gelten, muss sie für ihren konkreten Fall prüfen. Die technische Möglichkeit ist bei lemniscus vorhanden.
Einnahmen und Ausgaben können zusammen mit den zugehörigen Belegen erfasst werden. Kontoauszüge lassen sich einlesen und für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberaty stehen unter anderem DATEV- und XML-Exporte zur Verfügung. Wie gut ein Export zum tatsächlichen Ablauf passt, hängt allerdings stark vom jeweiligen Steuerberaty ab. Deshalb sollte möglichst früh geklärt werden, welche Daten, Kontierungen und Formate dort erwartet werden.
Wir behaupten bewusst nicht, mit lemniscus eine vollständige EÜR erstellen zu können. Eine Einnahmenüberschussrechnung ist mehr als die Differenz aus erfassten Einnahmen und Ausgaben. Aus unserer Sicht sollten nur darauf spezialisierte Buchhaltungsprogramme oder Steuerberatys ein solches Versprechen geben. Auch Bezeichnungen wie „EÜR light“ halten wir eher für kreativ als hilfreich.
Wer kontieren kann und alle Vorgänge in lemniscus fachlich richtig erfasst, kann mit den Finanzfunktionen sehr weit kommen. Wer das nicht selbst übernehmen möchte, erhält trotzdem ein hilfreiches Werkzeug für die unterjährige Belegerfassung, offene Forderungen, Zahlungseingänge und die geordnete Übergabe an das Steuerberaty.
Wir müssen uns mit diesem Funktionsumfang nicht verstecken. Gleichzeitig fällt es uns schwer, pauschal „fertige Buchhaltung“ oder „EÜR“ zu versprechen, solange das Ergebnis von korrekter Erfassung, Kontierung und der individuellen Zusammenarbeit mit dem Steuerberaty abhängt. Diese Einschränkung gehört für uns zu einer ehrlichen Beschreibung dazu.
Thema 5
Die Kommunikation mit Patientys gehört zum Alltag jeder Praxis. Termine werden vereinbart oder verschoben, Formulare ausgetauscht, Rechnungen bereitgestellt und Rückfragen beantwortet.
Während E-Mail und SMS heute selbstverständlich erscheinen, gelten für medizinische Einrichtungen besondere Anforderungen. Häufig werden Informationen ausgetauscht, die Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand einer Person zulassen oder andere sensible Daten enthalten.
Eine Praxissoftware sollte deshalb nicht nur verschiedene Kommunikationswege anbieten, sondern die Praxis auch dabei unterstützen, diese datenschutzgerecht und nachvollziehbar einzusetzen.
Je nach Situation und Wunsch der Patientys können unterschiedliche Kommunikationswege sinnvoll sein. Die Praxis sollte flexibel entscheiden können, welche Kommunikationsform genutzt wird.
Nicht alle Patientys möchten über dieselben Kommunikationswege kontaktiert werden. Zudem können für bestimmte Kommunikationsformen datenschutzrechtliche Anforderungen oder Einwilligungen erforderlich sein.
Im Praxisalltag müssen häufig Dokumente bereitgestellt oder entgegengenommen werden. Dabei sollte nachvollziehbar bleiben, welche Unterlagen ausgetauscht wurden und wie der Austausch erfolgt ist.
Viele Patientys möchten Informationen selbst abrufen oder bestimmte Vorgänge ohne telefonischen Kontakt erledigen. Dies kann die Erreichbarkeit verbessern und den Verwaltungsaufwand reduzieren.
Nicht jeder Kommunikationsweg eignet sich gleichermaßen für den Austausch sensibler Informationen. Die Praxis sollte nachvollziehen können, welche Schutzmaßnahmen die Software anbietet.
Nicht immer kommunizieren Patientys selbst mit der Praxis. Häufig übernehmen Eltern, Angehörige, Betreutys oder andere berechtigte Personen organisatorische Aufgaben.
Einige Praxen bieten Beratungen oder Behandlungen per Video an. Die Integration solcher Funktionen kann organisatorische Abläufe vereinfachen.
Die Kommunikation mit Patientys ist ein Datenschutz-Minenfeld. Schon eine Rechnung, ein Rezept oder eine Terminnachricht kann sensible Informationen enthalten oder Rückschlüsse auf eine Behandlung zulassen. Deshalb sollte nicht nur der Inhalt, sondern auch der Übertragungsweg zur Situation passen.
Für Rezepte, Dokumentationen, Rechnungen und andere Unterlagen bietet lemniscus geschützte Download-Links. Die eigentliche Datei wird damit nicht einfach als ungeschützter E-Mail-Anhang verschickt. Die Bereitstellung erfolgt mit wenigen Klicks direkt aus der Praxissoftware und verwendet die dort bereits hinterlegten Stammdaten. Ein Übertragen oder erneutes Erfassen in einem separaten Werkzeug ist nicht nötig.
Terminbestätigungen und -erinnerungen sind bei uns kein Zusatz, der nur für online gebuchte Termine funktioniert. Sie können einheitlich für Termine genutzt werden, unabhängig davon, ob diese manuell in der Praxis oder durch Patientys online angelegt wurden. Das hält die Kommunikation praktisch und die Abläufe konsistent.
Kommunikationswünsche müssen pro Akte berücksichtigt werden können. In lemniscus lässt sich deshalb individuell festlegen, ob und über welche Kanäle ein Patienty kontaktiert werden darf. So können Einwilligungen, unterschiedliche Bedürfnisse und ausdrücklich nicht gewünschte Kommunikationswege im Praxisalltag berücksichtigt werden.
Terminbenachrichtigungen führen zum persönlichen Termin-Dashboard. Dort können Patientys Dateien sicher hochladen. Die Unterlagen werden ohne Umweg dem passenden Termin und damit der richtigen Akte zugeordnet. Das reduziert Rückfragen und vermeidet, dass Dokumente nachträglich aus E-Mail-Postfächern oder anderen Werkzeugen zusammengesucht werden müssen.
Eine umfassende Chat-Lösung, über die Patientys und Praxis frei miteinander schreiben können, bietet lemniscus derzeit nicht. Wir beschäftigen uns schon länger mit dem Thema. Gerade weil ein solcher Chat sensible Gesundheitsdaten und neue Erwartungen an Erreichbarkeit erzeugen kann, wollen wir dafür keine vorschnelle Lösung versprechen.
Thema 6
Praxissoftware wird heute sowohl als Cloud-Lösung als auch als lokal installierte Software angeboten. Beide Ansätze können sinnvoll sein, unterscheiden sich jedoch deutlich bei Verantwortlichkeiten, technischen Anforderungen und dem Umgang mit Datensicherung und Ausfällen.
Bei einer Cloud-Lösung übernimmt das Anbiety in der Regel den technischen Betrieb, Datensicherungen, Updates und große Teile der Ausfallsicherheit.
Bei einer lokal installierten Lösung (On-Premise) behalten Praxen häufig mehr Kontrolle über ihre Daten und technische Infrastruktur. Diese zusätzliche Kontrolle geht jedoch mit zusätzlicher Verantwortung einher.
Zusätzlich ist die Unterscheidung zwischen Cloud und lokaler Installation heute nicht mehr immer eindeutig. Viele Lösungen nutzen Mischformen aus lokaler Software und Internetdiensten.
Wichtig ist deshalb weniger die Bezeichnung der Lösung als die Frage, wer welche Verantwortung übernimmt und welche Folgen Ausfälle oder technische Probleme für die Praxis haben.
Bevor einzelne Funktionen bewertet werden, sollte klar sein, welches Betriebsmodell angeboten wird und welche Aufgaben jeweils durch die Praxis oder das Anbiety übernommen werden.
Viele moderne Funktionen setzen eine Internetverbindung voraus. Gleichzeitig unterscheiden sich Praxissoftware-Lösungen erheblich darin, welche Funktionen auch bei einer Störung der Internetverbindung weiterhin zur Verfügung stehen.
Dieser Abschnitt ist vor allem relevant, wenn du eine Cloud-Lösung oder einen internetbasierten Dienst bewertest.
Bei Cloud-Lösungen übernimmt das Anbiety wesentliche Teile von Betrieb, Datensicherung und Ausfallsicherheit. Die folgenden Fragen helfen dabei einzuschätzen, wie professionell diese Aufgaben umgesetzt werden.
Dieser Abschnitt ist vor allem relevant, wenn du eine lokal installierte Lösung bewertest.
Bei lokal installierten Lösungen verbleiben viele technische Aufgaben ganz oder teilweise bei der Praxis. Die folgenden Fragen helfen dabei einzuschätzen, ob diese Verantwortung mit vertretbarem Aufwand übernommen werden kann.
Dieser Abschnitt ist vor allem für lokal installierte Lösungen relevant.
Eine Datensicherung schützt nicht nur vor Hardwaredefekten, sondern auch vor versehentlichen Löschungen, Fehlbedienungen, Schadsoftware oder Schäden an den Praxisräumen.
Eine Datensicherung ist nur dann hilfreich, wenn sich die Daten im Ernstfall tatsächlich wiederherstellen lassen.
Verlorene Geräte, Defekte oder Schadsoftware können dazu führen, dass Daten unzugänglich werden oder in falsche Hände geraten.
Hier wollen wir nicht um den heißen Brei reden: Wenn wir nicht überzeugt wären, dass eine cloudbasierte Praxissoftware für unseren Anwendungsfall die bessere Lösung ist, hätten wir lemniscus nicht so gebaut.
Trotzdem darf jede Praxis selbst entscheiden, wie viel technischen Betrieb und wie viel Verantwortung sie übernehmen möchte. Bei einer lokalen Installation liegen Updates, Datensicherung, Wiederherstellung, Hardware und ein Teil der Ausfallsicherheit ganz oder teilweise bei der Praxis. Bei lemniscus übernehmen wir große Teile davon zentral.
Wir können euch nicht jede Verantwortung abnehmen. Ihr braucht eine stabile Internetverbindung, einen aktuellen Browser wie Chrome oder Firefox und sicher eingerichtete Geräte und Zugänge. Verglichen mit dem eigenen Betrieb eines Servers, regelmäßigen Backups und getesteten Wiederherstellungsverfahren ist das für viele Praxen aber eine ganz andere Liga.
Jede Praxis darf selbst entscheiden, welches Notfallkonzept für sie einfacher ist. Bei typischen Ausfällen eines Internetanschlusses oder Praxisrechners kann für eine Cloud-Lösung ein zweites Gerät – zum Beispiel ein Tablet – zusammen mit einem Mobilfunk-Hotspot bereitliegen. Bei einer lokalen Lösung muss im Ernstfall möglicherweise auf einem Ersatzrechner wieder eine vollwertige Installation hergestellt und anschließend das aktuelle Backup eingespielt werden. Beides muss vorbereitet sein; Aufwand und Wiederanlaufzeit unterscheiden sich aber deutlich.
Wie wichtig der Speicherort ist, wurde bei der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 sehr konkret. Betroffene lemniscus-Kundys haben die in lemniscus gespeicherten Praxisdaten nicht zusammen mit ihren Räumen, Computern oder Papierakten verloren. Das macht die übrigen Folgen einer solchen Katastrophe nicht kleiner. Es zeigt aber, warum Daten nicht nur in der Praxis selbst liegen sollten.
Wasser und Feuer sind keine exotischen Gedankenspiele. Sie sind reale Gefahren für lokale Rechner, lokale Sicherungsmedien und Papierakten. Hinzu kommen Diebstahl, Hardwaredefekte, Schadsoftware und Bedienfehler. Cloudbetrieb beseitigt diese Risiken nicht, trennt die zentral gespeicherten Praxisdaten aber räumlich vom einzelnen Praxisstandort.
lemniscus wird in deutscher Cloud-Infrastruktur über mehrere physisch getrennte Verfügbarkeitszonen betrieben. Betrieb, Überwachung, Datensicherung, Updates und wesentliche Sicherheitsmaßnahmen liegen damit bei uns und unseren Infrastrukturpartnys. Für Störungen und Wartungsarbeiten stellen wir öffentliche Status- und Überwachungsseiten bereit.
Thema 7
Der Wechsel zwischen verschiedenen Praxissoftware-Lösungen ist heute häufig nur eingeschränkt möglich. Es gibt keinen allgemeinen Standard, der sicherstellt, dass Daten reibungslos von einem Anbiety zu einem anderen übertragen werden können.
Unterschiede bei Datenmodellen, Dokumentationsstrukturen und Funktionen führen dazu, dass Daten oft nicht vollständig übernommen werden können. Deshalb sollte bereits vor der Entscheidung für eine Software geklärt werden, welche Möglichkeiten zum Export, Archivzugriff und späteren Anbietywechsel bestehen.
Darüber hinaus begleiten Praxissoftware-Lösungen eine Praxis häufig über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte. Deshalb sollten auch Situationen wie Praxisverkauf, Praxisübergabe, Ruhestand, Krankheit oder Todesfall berücksichtigt werden.
Die Daten einer Praxis gehören der Praxis. Eine Software sollte deshalb Möglichkeiten bieten, diese Daten unabhängig vom Hersteller einzusehen, zu exportieren und weiterzuverwenden.
Ein Wechsel der Praxissoftware kann aus unterschiedlichen Gründen notwendig werden. Je besser Daten exportiert und importiert werden können, desto geringer ist der Aufwand für die Praxis.
Auch nach einer Kündigung können gesetzliche Aufbewahrungspflichten bestehen. Deshalb sollte frühzeitig geklärt werden, wie lange auf die Daten zugegriffen werden kann und welche Möglichkeiten zur Archivierung bestehen.
Viele Praxen werden im Laufe ihres Bestehens verkauft, übergeben oder geschlossen. Dabei müssen häufig große Mengen an Patientenakten, Dokumentationen und Abrechnungsdaten über viele Jahre hinweg verfügbar bleiben.
Eine Praxissoftware sollte solche Situationen unterstützen und nicht davon ausgehen, dass dieselbe Person die Praxis dauerhaft betreibt.
Insbesondere bei Praxisübernahmen kann es erforderlich sein, die übernommenen Akten organisatorisch von den eigenen Patientenakten zu trennen. In papiergebundenen Praxen wird hierfür häufig vom „Zwei-Schränke-Modell“ gesprochen. Auch digitale Systeme sollten entsprechende organisatorische Trennungen ermöglichen.
Krankheit, Unfall oder andere Notfälle können dazu führen, dass eine Praxisinhabery vorübergehend oder dauerhaft nicht handlungsfähig ist. In solchen Situationen kann es wichtig sein, dass zuvor benannte Vertrauenspersonen oder rechtliche Vertretys bestimmte organisatorische Aufgaben übernehmen können.
Auch ungewöhnliche Situationen sollten bedacht werden. Praxen sind häufig über viele Jahre auf ihre Daten angewiesen und sollten wissen, welche Möglichkeiten ihnen in besonderen Situationen zur Verfügung stehen.
Wir betreiben keine Datengeiselung. Deine Praxisdaten sollen nicht deshalb bei lemniscus bleiben, weil du nicht an sie herankommst.
Du kannst deine Daten exportieren. Dazu gehören unter anderem Aktendaten, Finanzdaten, hochgeladene Dateien und die in lemniscus erzeugten PDFs. Ein Export ist allerdings nicht automatisch eine verlustfreie Migration in jede beliebige andere Praxissoftware: Datenmodelle und Importmöglichkeiten unterscheiden sich von Anbiety zu Anbiety.
Auch für den Verkauf oder die Übergabe einer Praxis gibt es bei uns Wege. Je nach Situation kann das lemniscus-Konto vollständig übergeben werden. Alternativ kann für übernommene Akten das digitale Gegenstück zum Zwei-Schränke-Modell aktiviert werden: Die übernommenen Bestandsakten bleiben organisatorisch von den neu angelegten Akten getrennt.
lemniscus unterstützt damit die technische und organisatorische Umsetzung einer Praxisübergabe. Wie die Übergabe im konkreten Fall rechtlich ausgestaltet werden muss, hängt von der jeweiligen Praxisnachfolge ab und sollte entsprechend geprüft werden.
Wenn du deine Praxis stilllegst und dich nicht selbst um eine verschlüsselte und mehrfach gesicherte Aufbewahrung kümmern möchtest, kannst du dein Konto in den „finalen“ Archivmodus versetzen. Der kostet nicht die Welt und lässt dir lesenden Zugriff auf deine Daten. Er dient der Aufbewahrung und Einsicht, nicht dem Weiterbetrieb einer aktiven Praxis.
Für den Fall, dass du selbst nicht mehr handeln kannst, lassen sich bei uns Notfallkontakte hinterlegen. In guten Zeiten für schlechte Zeiten zu planen, ist bei sensiblen Praxisdaten besonders wichtig.
Und wenn es bei Export, Stilllegung oder Praxisübergabe klemmt: Rede mit uns. Hier arbeiten auch nur Menschen – und manche Situationen lassen sich im Gespräch besser klären als über eine starre Standardfunktion.
Thema 8
Praxissoftware verarbeitet besonders schützenswerte personenbezogene Daten. Dazu gehören nicht nur Kontaktdaten, sondern häufig auch Gesundheitsdaten, Diagnosen, Behandlungsdokumentationen und Abrechnungsinformationen.
Die Verantwortung für Datenschutz und Schweigepflicht verbleibt grundsätzlich bei der Praxis. Die eingesetzte Software sollte jedoch dabei helfen, diese Anforderungen im Praxisalltag umzusetzen.
Dabei geht es nicht nur um technische Sicherheit, sondern auch um organisatorische Fragen: Wer darf welche Informationen sehen? Wie werden Zugriffe dokumentiert? Was passiert bei verlorenen Geräten oder gestohlenen Zugangsdaten? Und wie kann sichergestellt werden, dass Mitarbeitys nur auf die Informationen zugreifen können, die sie tatsächlich benötigen?
Medizinische Einrichtungen müssen besondere datenschutzrechtliche Anforderungen erfüllen. Die Software sollte die Praxis dabei unterstützen und die notwendigen Informationen bereitstellen.
Nicht alle Personen in einer Praxis benötigen Zugriff auf dieselben Informationen. Eine differenzierte Rechteverwaltung kann dazu beitragen, Datenschutz und Vertraulichkeit im Praxisalltag umzusetzen.
Gestohlene Zugangsdaten gehören zu den häufigsten Ursachen für unbefugte Zugriffe. Die Software sollte daher geeignete Schutzmechanismen bereitstellen.
Bei Datenschutzvorfällen, Fehlbedienungen oder Rückfragen sollte nachvollziehbar sein, wer wann auf welche Informationen zugegriffen oder Änderungen vorgenommen hat.
Daten sollten nicht nur vor unberechtigten Zugriffen geschützt werden, sondern auch bei Geräteverlust, Diebstahl oder technischen Problemen möglichst sicher bleiben.
Viele Praxen arbeiten mit mehreren Behandlerys, Vertretungen, Praxisgemeinschaften oder externen Dienstleistys zusammen. Die Software sollte solche Situationen unterstützen, ohne Datenschutz und Vertraulichkeit zu gefährden.
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen können Sicherheitsvorfälle auftreten. In solchen Situationen sollte nachvollziehbar sein, welche Unterstützung die Software und das Anbiety bieten.
Wir sind für unseren Sicherheits-Tick bekannt. Bei einer Praxissoftware, die mit besonders sensiblen Gesundheitsdaten arbeitet, verstehen wir das als Kompliment.
Als wir mit der Idee einer Online-Praxisverwaltung um die Ecke kamen, schaute die Branche noch fast ausschließlich auf lokal installierte Windows-Software. Datenschutz und Informationssicherheit waren bei lemniscus deshalb vom ersten Tag an Teil des Produkts – und nicht etwas, das wir später mit einem „Wir berücksichtigen die DSGVO“ angeflanscht haben.
Zwei-Faktor-Authentifizierung haben wir zu einer Zeit umgesetzt, als sie noch ziemlich exotisch wirkte. Auch FIDO-Sticks, bei denen ein physischer Sicherheitsschlüssel die Anmeldung absichert, kennen und unterstützen wir schon lange. Heute gehören außerdem Browserfreigaben, individuelle Zugänge und weitere Schutzmechanismen zu unserem Sicherheitskonzept.
Ab dem Abo XL können Rechte feingranular vergeben werden. So lässt sich für jeden Zugang festlegen, welche Bereiche und Funktionen tatsächlich benötigt werden. Zusätzliche Zugänge berechnen wir nicht einzeln. Modelle, bei denen jeder weitere Zugang extra kostet, finden wir albern: Ein eigener Zugang pro Person ist kein Luxus, sondern eine wichtige Voraussetzung für Berechtigungen und Nachvollziehbarkeit.
Einmal im Jahr lassen wir lemniscus professionell einem Penetrationstest unterziehen. Vereinfacht gesagt versuchen dabei unabhängige Sicherheitsfachleute kontrolliert, in das System einzudringen. Sie suchen mit den Methoden echter Angreifys nach Schwachstellen, dokumentieren ihre Ergebnisse und geben uns damit die Möglichkeit, gefundene Probleme zu beheben, bevor sie ausgenutzt werden.
Ein solcher Test beweist nicht, dass eine Software für immer unangreifbar ist. Sicherheit ist kein Zustand, den man einmal erreicht und anschließend abhakt. Der jährliche Blick von außen ist für uns aber deutlich belastbarer als die bloße Behauptung, eine Software sei sicher.
Thema 9
Die Funktionen einer Praxissoftware sind nur ein Teil der Entscheidung. Ebenso wichtig sind die Unterstützung bei der Einführung, die Erreichbarkeit des Supports, die Transparenz der Kosten und die vertraglichen Rahmenbedingungen.
Gerade die Einführung einer neuen Praxissoftware oder ein späterer Wechsel sind häufig mit erheblichem Aufwand verbunden. Deshalb kann es sinnvoll sein, bereits vor Vertragsabschluss zu klären, welche Unterstützung angeboten wird, welche Kosten entstehen können und welche Rechte und Pflichten sich aus dem Vertrag ergeben.
Die Einführung einer neuen Praxissoftware betrifft häufig nahezu alle Arbeitsabläufe einer Praxis. Eine gute Unterstützung kann dabei helfen, Fehler zu vermeiden und die Umstellung zu erleichtern.
Auch nach einer erfolgreichen Einführung entstehen Fragen oder Probleme. Die Qualität des Supports kann erheblichen Einfluss auf den Praxisalltag haben.
Der monatliche Grundpreis allein sagt häufig wenig über die tatsächlichen Gesamtkosten aus. Zusätzliche Funktionen, Kommunikationsdienste, Speicherplatz oder Supportleistungen können weitere Kosten verursachen.
Die vertraglichen Rahmenbedingungen bestimmen nicht nur die laufenden Kosten, sondern auch die Flexibilität der Praxis bei Veränderungen oder einem späteren Wechsel.
Viele wichtige Informationen finden sich nicht in den Funktionsbeschreibungen einer Software, sondern in Verträgen, Preislisten und begleitenden Dokumentationen. Eine transparente Kommunikation kann helfen, spätere Überraschungen zu vermeiden.
Kosten sind immer ein schwieriges Thema, weil dabei schnell Äpfel mit Bananen verglichen werden. Der monatliche Preis einer Praxissoftware ist nur dann vergleichbar, wenn auch die enthaltenen Leistungen und das ganze Drumherum berücksichtigt werden.
Wer lemniscus mit einer lokal installierten Software vergleicht, darf deshalb Betrieb, Updates und Datensicherung nicht ausblenden. Zu einer ordentlichen Sicherung gehören lokale und räumlich getrennte Backups, deren Verschlüsselung, Überwachung und regelmäßige Wiederherstellungstests. Je nach technischem Aufbau können allein diese Sicherungen bereits mehr kosten als lemniscus.
Denn wenn, dann richtig. Und richtig kostet Know-how, Arbeitszeit, Hardware und Strom. Ein Backup, das nie kontrolliert und dessen Wiederherstellung nie getestet wurde, sieht auf dem Papier zwar günstig aus – im Ernstfall weiß aber niemand, ob es wirklich funktioniert.
Wir halten lemniscus im Vergleich zu diesem Gesamtaufwand für wirklich günstig, weil wir Betrieb, Entwicklung und Sicherheitsmaßnahmen für viele Praxen gemeinsam umsetzen. lemniscus ist ein standardisiertes Massenprodukt und keine individuell für eine einzelne Praxis entwickelte Software. Dadurch verteilen sich Kosten, die jede lokal betriebene Lösung selbst tragen müsste, auf viele Kundys.
Unsere Preise und die darin enthaltenen Leistungen stehen öffentlich auf unserer Homepage. Das gilt auch für unsere AGB: Sie sind ohne Anmeldung einsehbar, versioniert und auch in ihren älteren Fassungen verfügbar. Transparenz bei Kosten und Vertragsbedingungen ist uns extrem wichtig.
Die Lernkurve von lemniscus ist bewusst flach gehalten. Viele grundlegende Abläufe lassen sich ohne lange Schulung erschließen. Wenn eine Erklärung doch einmal nicht reicht, bietet unser Helpdesk Anleitungen und Unterstützung für den Einstieg und den späteren Praxisalltag.
Zusätzlich bieten wir regelmäßig Webinare an. Auf unserem YouTube-Kanal findest du Erklärvideos zu lemniscus, und in regelmäßigen Livestreams zeigen wir neue Funktionen, erläutern Hintergründe und beantworten Fragen.
Support bekommst du direkt von uns, wenn dein gebuchtes Abo die entsprechende Supportleistung enthält. Welcher Support in welchem Tarif enthalten ist, zeigen wir in der Preisübersicht. Wenn du eine individuelle Begleitung bei Einrichtung oder Praxisabläufen möchtest, stehen außerdem externe B’scheidwisserlys bereit. Diese Beratung wird separat und direkt mit der jeweiligen Person vereinbart und bezahlt.
Ob lemniscus die beste Praxissoftware für dich ist, können wir dir nicht pauschal beantworten. Besonders gut könnte lemniscus zu dir und deiner Praxis passen, wenn du …
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