Jedes Produkt auf diesem Markt steigert auf die eine oder andere Art die Effizienz. Wäre es nicht so, würden wir keine Software bauen, dann hätten wir unser Ziel verfehlt. Genau deshalb ist eine Effizienzaussage für sich noch kein Unterscheidungsmerkmal. Und genau deshalb ist es absurd, sie auf zwei Stellen genau zu beziffern.
Man kann mit lemniscus sicher um einen Faktor X schneller eine Rechnung schreiben als von Hand. Es wäre peinlich, wenn es nicht so wäre. Dasselbe gilt für die Terminübersicht, für das Wiederfinden einer Dokumentation und für die Frage, wer eigentlich noch nicht bezahlt hat. Software, die hier keinen Unterschied macht, hätte ihren Zweck nicht erfüllt.
Absurd wird es bei „22 %“. Warum nicht 21? Warum nicht 23? Gemessen in welcher Praxis, an welchem Vorgang, an welchem Tag, im Vergleich zu welchem Vorher? Eine solche Zahl tut so, als gäbe es die Praxis, die Rechnung und den Durchschnittstag. Die gibt es nicht, und deshalb gibt es auch die Zahl nicht.
Noch absurder wird es, wenn man in die andere Richtung denkt: Jede Software kann auch so genutzt werden, dass Dinge aufwendiger und komplizierter werden. Wer den Papierkalender parallel weiterführt, alles in Freitext tippt, Termine doppelt pflegt und die Rechnung am Ende trotzdem von Hand schreibt, ist hinterher langsamer als vorher. Mit derselben Software. Nach der Logik der Prozentwerbung wären dann auch „minus 15 %“ ein Produktmerkmal.
Trotzdem liest man es überall: „22 % Zeitersparnis durch automatisierte GebüH-Abrechnung“, „31 % weniger Terminausfälle durch automatische Erinnerungen“. Als Nachweis steht dann pauschal „interne Nutzerstatistiken und Branchenanalysen“ dabei, ohne jede Möglichkeit, das nachzuprüfen.
Denn den Effizienzzauber zaubert nicht die Software allein. Er entsteht im Zusammenspiel: aus den Abläufen einer Praxis, ihren technischen und organisatorischen Maßnahmen und einer Software, die dazu passt. Wer klare Abläufe hat und sie konsequent in der Software führt, gewinnt viel. Wer weiterarbeitet wie vorher und die Software nur danebenstellt, gewinnt nichts. Eine Prozentzahl auf einer Website behauptet dagegen, das Kunststück komme aus der Packung.
Solche Zahlen wirken wie das Ergebnis einer Messung. Sie sind aber in der Regel keine. Und weil sie wie eine Messung wirken, sind sie wettbewerbsrechtlich heikel: Wer mit konkreten Zahlen wirbt, muss sie auch belegen können.
Wir behaupten nicht, dass andere Produkte keinen Nutzen bringen, und wir tun auch nicht so, als wäre lemniscus nicht auf Effizienz gebaut. Auf dieser Seite geht es darum, warum exakt bezifferte Erfolgsversprechen ohne nachprüfbare Erhebung irreführend sind und wie man den Nutzen stattdessen ehrlich beschreiben und selbst überprüfen kann.
Die folgenden Formulierungen klingen nach harten Daten. Daneben steht, was sich davon tatsächlich halten lässt.
Eine exakt bezifferte Erfolgsangabe ist im Wettbewerbsrecht nur zulässig, wenn der Wert auf gesicherten wissenschaftlichen oder statistisch nachvollziehbaren Erkenntnissen beruht. Fehlt diese Grundlage, ist die Aussage geeignet zu täuschen.
„Schließlich behaupten Sie, Ihre Software führe zu konkreten Effizienzwerten in Praxen: ‚22 % Zeitersparnis durch automatisierte GebüH-Abrechnung. 31 % weniger Terminausfälle durch automatische Erinnerungen.‘ Als Nachweis nennen Sie nur ganz pauschal und ohne jede Überprüfungsmöglichkeit ‚interne Nutzerstatistiken und Branchenanalysen für Heilberufe 2023‘. Die werbliche Behauptung exakt bezifferter Effizienzwerte ist irreführend und damit wettbewerbswidrig. Es handelt sich um eine zur Täuschung geeignete Angabe über die von der Verwendung zu erwartenden Ergebnisse, vgl. § 5 Abs. 2 Nr. 1 UWG. Werbung, die mit konkreten Zahlen oder statistischen Daten arbeitet, wird von wesentlichen Teilen des relevanten Verkehrs als das Ergebnis einer exakten, objektiven und überprüfbaren Erhebung verstanden und nicht als bloße werbliche Anpreisung. Selbst wenn es eine solche Erhebung gegeben hätte, fehlen auf Ihrer Website jegliche leicht zugänglichen Nachweise dafür. Damit halten Sie den angesprochenen Verkehrskreisen wesentliche Informationen vor, § 5a UWG.“
„Deutlich schneller“ liest sich als Werbung. „22 % schneller“ liest sich als Ergebnis einer Erhebung. Genau deshalb gilt für Zahlenwerbung ein strengerer Maßstab: Wer eine exakte Prozentzahl nennt, muss eine belastbare Grundlage dafür haben und sie im Streit auch vorlegen können.
Ein Beleg, den niemand einsehen, nachrechnen oder einordnen kann, ist keiner. Es fehlt schon das Nötigste: Wie viele Praxen, über welchen Zeitraum, verglichen mit welchem Ausgangszustand, gemessen mit welcher Methode. Wird das nicht leicht zugänglich gemacht, werden den angesprochenen Verkehrskreisen wesentliche Informationen vorenthalten.
22 % gegenüber was? Gegenüber handschriftlichen Rechnungen, gegenüber einer Tabellenkalkulation oder gegenüber der Software, die vorher im Einsatz war? Jede dieser Vergleichsbasen ergibt eine völlig andere Zahl. Ohne benannten Ausgangszustand ist ein Prozentwert inhaltlich leer.
Jedes Produkt lässt sich so einsetzen, dass es Arbeit macht statt sie zu sparen: Karteikarten parallel weiterführen, Termine doppelt pflegen, jede Leistung von Hand nachtragen, Funktionen ungenutzt lassen. Wenn dieselbe Software je nach Nutzung schneller oder langsamer macht, kann „22 %“ keine Produkteigenschaft sein.
Effizienz entsteht dort, wo die technischen und organisatorischen Maßnahmen einer Praxis und die Software zusammenpassen: klare Abläufe, verbindliche Zuständigkeiten, saubere Stammdaten, konsequente Nutzung. Die Software ist dabei der eine Teil, die Praxis der andere. Eine Zahl, die nur dem Produkt zugeschrieben wird, blendet die halbe Rechnung aus.
Ob Patientys ihre Termine wahrnehmen, hängt von Fachrichtung, Klientel, Terminvorlauf, Kommunikation und der Verbindlichkeit in der Praxis ab. Eine Erinnerung kann dabei helfen, aber die Wirkung ist nicht die Eigenschaft eines Produkts, sondern das Ergebnis eines Zusammenspiels. Eine feste Prozentzahl unterschlägt genau das.
Praxen, die bewusst auf eine neue Software umstellen, ändern in der Regel gleichzeitig ihre Abläufe. Wer dann die eigenen Nutzys befragt, misst auch die Aufbruchstimmung mit. Ohne Vergleichsgruppe und definierte Messmethode lässt sich daraus keine allgemeingültige Effizienzzahl ableiten.
Das Problem ist nicht, dass Software effizienter macht. Das Problem ist, dass erfundene Genauigkeit die Auswahl verzerrt und am Ende die Praxen enttäuscht, die sich darauf verlassen haben.
Wer 22 % Zeitersparnis erwartet und sie nicht messen kann, hält am Ende die Software für das Problem, obwohl vielleicht nur die Abläufe nicht zusammenpassen. Die entscheidende Frage geht dabei unter: Passt diese Software zu der Art, wie in dieser Praxis gearbeitet wird?
Prozentwerte lassen sich mühelos überbieten: aus 22 werden 30, aus 31 werden 45. Wer keine Zahl erfindet, klingt daneben schwächer, obwohl er sauberer arbeitet. So belohnt der Markt die kühnste Behauptung statt die belastbarste Lösung.
Zwei Anbietys nennen zwei Zahlen, gemessen mit zwei unbekannten Methoden an zwei unbekannten Gruppen. Das sieht aus wie ein Vergleich, ist aber keiner. Solche Zahlen erschweren eine gute Entscheidung, statt sie zu erleichtern.
Wenn sich Versprechen im Alltag nicht bestätigen, wächst das Misstrauen gegenüber allen Anbietys, auch gegenüber denen, die nichts versprochen haben, was sie nicht halten können.
Wir nennen keine Prozentzahlen für deine Zeitersparnis, weil wir sie nicht belegen könnten. Stattdessen sagen wir konkret, an welchen Stellen bei uns Arbeit wegfällt, und du kannst es an deiner eigenen Praxis überprüfen.
Der Kern ist bei uns die Synergie zwischen Terminplanung, Dokumentation und Rechnungserstellung. Der Termin ist der Ausgangspunkt, die Dokumentation hängt am Termin, und die Rechnung entsteht aus dem, was bei Termin und Behandlung ohnehin schon festgehalten wurde. Genau da entsteht der Unterschied: nicht durch eine einzelne magische Funktion, sondern dadurch, dass dieselbe Information nicht drei Mal erfasst werden muss.
Dass eine Rechnung damit erheblich schneller fertig ist als von Hand, ist keine Sensation, sondern die Mindestanforderung an eine Praxissoftware. Wir sagen deshalb lieber, wie es funktioniert, als zu behaupten, um wie viel Prozent es bei dir schneller wird. Wie groß der Unterschied ausfällt, hängt davon ab, wie du vorher gearbeitet hast, wie viele Rechnungen anfallen und wie eure Abläufe aussehen.
Gleichzeitig gilt auch bei uns: Wer lemniscus nur danebenstellt und ansonsten weiterarbeitet wie bisher, wird kaum etwas gewinnen. Den Unterschied macht das Zusammenspiel mit deinen Abläufen, mit der Frage, wer was wann erfasst, und mit der Entscheidung, Dinge nicht zusätzlich auf Papier zu führen. Dabei helfen wir gern, versprechen können wir es nicht.
Unsere Kundys sind von der gewonnenen Effizienz durchaus begeistert, das sehen wir an vielen Bewertungen und Rückmeldungen. Nur muss man dazu ehrlich sagen: Das sind unsere Kundys. Sie haben lemniscus getestet und für ihre Praxis als passend erklärt. Wer das anders gesehen hat, ist nicht dabei. Ob ihre Erfahrung auf deine Praxis übertragbar ist, können wir daher nur vermuten. Das ist die ehrliche Antwort, und sie lässt sich nicht in eine Prozentzahl gießen.
Wo wir Zahlen nennen, sind es deshalb Zahlen über uns und nicht über dein zu erwartendes Ergebnis: wie lange es lemniscus gibt, wie viele Praxen damit arbeiten, was es kostet. Und was unsere Nutzys von lemniscus halten, sagen sie in den Erfahrungsberichten selbst, nachprüfbar und mit Namen.
Statt Prozentzahlen zu behaupten, zeigen wir lieber, wo bei lemniscus die Arbeit wegfällt. Wir haben da ein paar richtig gute Tricks auf Lager. Wer sie kennt und einsetzt, erntet den Effizienzgewinn tatsächlich.
Und genau das ist der Punkt: Keiner dieser Tricks wirkt von allein. Sie wirken, wenn deine Abläufe darauf ausgerichtet sind. Deshalb erklären wir sie, statt sie zu beziffern.
Du gruppierst die Leistungen, die bei dir typischerweise zusammen anfallen, und legst pro Akte eine Standard-Leistungskette fest. Beim Anlegen des Termins sind die Leistungen damit schon zugeordnet. Im Grunde ist die Rechnung fertig, sobald der Termin steht.
Bei Behandlungsserien hältst du als Paket fest, was vereinbart ist, und siehst jederzeit, was davon noch offen ist. Das ersetzt die Strichliste im Kopf und die Rückfrage, wie viele Termine eigentlich noch zugesagt waren.
Du reservierst passende Termine direkt im Kalender und verschickst einen Link. Das Patienty wählt daraus aus, ohne dass du freie Zeiten öffentlich zur Buchung stellst. Terminabsprache ohne Telefonrunde.
Wer mag, lässt Termine gleich selbst buchen, auf Wunsch nur von Bestandspatientys. Die Buchung landet im selben Kalender und auf derselben Akte, es gibt also nichts abzugleichen.
Bestätigungen und gestaffelte Erinnerungen laufen einheitlich, egal ob ein Termin online gebucht oder von dir eingetragen wurde. Die Kommunikationswünsche stehen pro Akte, du musst sie nicht jedes Mal neu bedenken.
Wartende hinterlegen ihre Wunschzeiten, sortiert nach Prioritätsgruppen. Wird ein Slot frei, findet der Suchagent die passenden Kandidatys, statt dass du die Liste durchtelefonierst.
Rechnungen stellst du digital bereit und deine Patientys holen sie sich selbst ab. Kein Drucken, kein Kuvertieren, kein Porto, keine Nachfrage, ob die Rechnung angekommen ist.
Was du abrechnest und was bezahlt wird, wandert kontiert in die Buchhaltung. Kontoauszüge liest du ein, am Ende steht der Export für die Steuerberatung, etwa im DATEV-Format.
Alle diese Bausteine arbeiten auf denselben Terminen, Akten und Leistungen. Deshalb verstärken sie sich gegenseitig, statt sich gegenseitig Pflegeaufwand zu machen. Genau darin liegt der Gewinn, nicht in einer Zahl.
Kein einzelner dieser Tricks ist eine Sensation. Zusammen und konsequent eingesetzt machen sie den Unterschied, den unsere Kundys in ihren Bewertungen beschreiben. Wer sie liegen lässt, arbeitet weiter wie vorher. Wenn du sie kennenlernen willst: Wir zeigen sie dir gern, im Support oder in einem Webinar.
Du brauchst keine Branchenanalyse, um herauszufinden, was dir eine Software bringt. Du brauchst deine eigenen Abläufe und eine Stoppuhr:
Diese fünf Werte sind für deine Entscheidung mehr wert als jede fremde Prozentzahl. Genau dafür gibt es bei uns einen kostenfreien Testmonat: nicht damit du unseren Zahlen glaubst, sondern damit du eigene bekommst.
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